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Salim hat seine Familie verloren
Uticha Marmon las in der Ludgerusschule

Werdener Nachrichten · 08.November 2015

Als „Eintrittskarte“ erhielten die Kinder in der Ludgeruschule einen Buntstift. Was es damit auf sich hatte, stellte sich am Ende der Lesung von Uticha Marmon heraus.


Uticha Marmon in der Ludgerusschule Aufn.: Baumann

Ein Ende voller Geschenke: Die Hamburger Autorin spendete ihr Honorar spontan „Werden hilft“. Eingeladen hatte sie die Buchhandlung Schmitz Junior, um damit den Grundschülern eine Freude zu machen. Die Viertklässler ihrerseits spendeten ihren Buntstift für die Kinder im Volkswald.

Seit fünf Jahren schreibt Uticha Marmon Kinderbücher. „Salim“, verrät sie, sei kein Junge, den sie persönlich kennengelernt hat. Er sei einer von vielen syrischen Jungen, die sie kennenlernte, als sie für das Buch recherchierte. Auch die Kinder in der Turnhalle waren gespannt, ob es Hannes und seiner Schwester Tammi gelingt, das Geheimnis um den neuen Freund, der kein Wort Deutsch spricht, aufzuklären. Die ehemalige Regisseurin bei einem Hörbuchverlag unterstrich ihre Lesung mit Soundeffekten. So wie bei ihr eine Auto-Fehlzündung klang, konnte sie wirklich erschrecken. Auch Salim wirft sich in der Geschichte sofort auf den Boden. Er ist ein Flüchtling aus Syrien. Auf dem langen Weg nach Europa hat er das Allerwichtigste verloren: seine Familie.

Um sich vorzustellen, wie lange der Weg ist und wie die Reise ging, verteilte die ehemalige Theater-Dramaturgin Landkarten und Vögel, die die Kinder einkleben können.

Ein wenig enttäuscht waren die Schüler schon, dass nicht
die ganze Geschichte erzählt wurde. Aber sie endete an einem versöhnlichen Punkt: Salim malt für die Klasse von Hannes - und bald verstehen ihn noch mehr Kinder. „Ich finde es toll, dass ihr schon viele Spielsachen gespendet habt und Kleidung. Diesen Kindern Freundschaft zu schenken, finde ich auch sehr wichtig“, gab die Vorleserin ihren Gästen mit auf ihren Weg. baum-