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Seifenkisten rollen durch die Generationen
Fischlaken feierte Sonne, Miteinander und Renntradition

Werdener Nachrichten
16..September 2016


Die Seifenkisten Rennfahrer mit der Rennleitung. Aufn.: Buchholz

Bei bestem Sommerwetter rollten die vier Wertungsläufe des Seifenkistenrennens die Kruselbeek herunter. Zum Start hatten sich immerhin 15 Teams eingefunden. Auf die Piste gingen die jungen Pilotinnen und Piloten mit echten Rennkisten, aber auch originellen Bauten und Umbauten. Denn in Fischlaken konnte das Neue auf die Tradition des Gemeindefestes bauen.
Daran knüpften die Organisatoren der „Rennleitung“ Fritz Jetter, Andreas Löbbert, Andreas Leifeld und Michael Schündeln an. Zusammen mit dem Straßenfest des Verband Wohneigentum richteten sie das Seifenkistenrennen aus und freuten sich über das große Interesse.

Der Kruselbeek erwies sich schon bei den Probeläufen als schnelle Piste. Nach einem Sturz verzichtete die Rennleitung für die Rennläufe auf die Rampe. So kamen nun alle sicher ins Ziel.


Karl Ferdinand Trah, Henri Rosenbaum, Simon Reißner vom Schulteam und Leo und Leo Drebelhof vom Jubb traten in zwei baugleichen Seifenkisten an.         Aufn.: Buchholz

Den Pokal als Schnellster gewann nach vier Läufen: Johannes Müller: Den Preis für die schönste Seifenkiste verlieh die Rennleitung an Mattis Friedrich mit seiner Dreirad-Schädel-Kreation: Dabei hatten die Organisatoren schon vorher betont, dass bei diesen tollen Kisten die Wahl sehr schwer fallen werde, und eigentlich jeder dieser Eigenbauten einen Preis verdient hätte.

In der Tat waren eindrucksvolle Ideen und Ausführungen dabei: Mattis Friedrich startete mit einem Dreirad, das mit einem Totenkopf geschmückt war. Karl Ferdinand Trab, Paul Henry Rosenbaum und Simon Reissner hatten im Ferienprojekt der Ludgerusschule aus einem Bausatz eine Kiste geschaffen, mit der jeder von ihnen einmal antrat; was der Rennleitung einiges an Organisationstalent abverlangte. Aber auch das meisterten sie. Für die professionellen
Für das Jubb startete mit dem baugleichen Vierrad „Pfiffikus“ Leo Drebelkof.


Ida und Jan Piepenbreier hinter ihrem Doppelsitzer. Aufn.: Buchholz

Gleich als Team setzten sich Ida und Jan Piepenbreier in die Großkiste, die schon bei vorherigen Rennen in Fischlaken gestartet und nun noch einmal überholt worden war.

Wie neu strahlte der blaue Renner von Stella Bruckhaus in der Sonne. Aber in Wirklichkeit steckte darunter eine 40 Jahre alte Seifenkiste, die Opa Heinz damals mit Sohn

Stefan gebaut hatte. In den Siebzigern waren Opel-Räder noch Bedingung für die Wettbewerbe in NRW, mit denen Stefan auch Preise einfuhr; unter anderem einen 2. Platz. Nun hatte der Schreiner für seine Tochter den Renner noch einmal in Höchstform.
gebracht - optisch und technisch; neue Lager drehten sich bei dem aufgebockten Fahrzeug eindrucksvoll in der Sonne. Doch die Fischlaker Experten munkelten schon: Luftreifen sind auch sehr schnell. Mit den recht offenen Zulassungsbestimmungen war sowieso jeder Renner ein Gewinner; und bei vier Läufen mit möglichst gleich schnellen Kisten ging es um gutes Steuern und das Dabeisein.

Pünktlich zum Rennstart hatten sich etliche Zuschauer eingefunden, die dann die Pausen für ein gemütliches Miteinander an den Tischen im Kunkelsberg nutzten. Dort feierten die Siedler noch bis tief in die Nacht und freuten sich,d ass man über das Rennen so viele Nachbarn nun kennen gelernt hatte.
Zum Schluss bretterten die Piloten noch genüsslich in die Strohballen.
Das Rennen hat ein Nachrollen, denn acht Bobbycars warten noch auf den Start der Väter, die angesichts des dreieinhalbstündigen Rennens und der Hitze den Start auf „demnächst“ verschoben.


Mattis Friedrich setzt sich auf seinem Dreirad durch. Aufn.: Buchholz