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Senioren zu Gast in der Grundschule
Zur Projektwoche an der Ludgerusschule gehörte auch ein Generationentreffen

Von Harald Gedenk


Unterricht ganz anderer Art. Rolf Held zeigt Fabrizio, wie man in Sütterlin, einer alten deischen Schrift, schreibt.

100 Jahre Ludgerusschule - Schule im Wandel der Zeit. Unter diesem Motto fand in der Grundschule an der Kellerstraße die Projektwoche statt. Die Themen stellten Vergangenheit der Gegenwart gegenüber, verglichen sie.
Den Abschluss bildete der Tag der offenen Tür für alle zukünftigen Erstklässler und ihre Eltern. Ein buntes Treiben begegnete ihnen in den Klassenräumen, im Pavillon und in der Turnhalle. „Darf ich da mitmachen?“ fragte der fünfjährige Jan seine Mutter. Er durfte, kam zurück zur ihr und sagte: „Ich will nicht mehr auf die Schule warten.“

Senioren aus dem Ludgeri-Altenheim waren zu Gast
Dies waren die Themen: Jung trifft alt - Das Generationentreffen, So schrieb man früher/Sütterlin Schrift, Auf den Spuren des heili­gen Ludgerus, Musikunterricht frü­her, Geschichten erzählen und mit ‘alten’ Materialien nachgestalten, 100 Jahre ‘Mensch-ärgere-dich-nicht’, Spiele früher - Spiele heute, Künstlervereinigung ‘Die blauen Reiter’ Malrevolution vor 100 Jah­ren, Kochen früher, Albert Einstein ‘Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen’, Spiel der Könige - Schlag den Großmeister/Faszination Schach, Turnen wie zu Turnvater Jahns Zeiten.

Besonderen Wert legen Schullei­terin Lis Vincenz und ihr Team auch auf die Begegnung der Schü­ler mit der älteren Generation. Die Senioren aus dem Ludgeri-Alten­heim, mit denen das begonnene Tanzprojekt weitergeführt wird, saßen mit den Schülern gemeinsam am Tisch - bei Kaffee und Kuchen. Josefa Schuy (90), Margret Orgass (83), Margot Röder (84) und der 87-jährige Rolf Held lasen abwech­selnd Strophen aus dem Struwwelpeter und schrieben in Sütterlin ihre Namen an die Tafel, die die Kinder in die neuere Schrift übersetzten. Die wiederum trugen den „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland ..." vor - und Marie überreichte symbolisch eine Birne als Geschenk.

Wir haben mit Herrn Held beim Jubiläum Hip-Hop getanzt und da­bei viel Freude gehabt“ erinnern sich Frieda und Greta (beide 9). „Es ist interessant zu hören, was heute in der Schule los ist und was die Schüler in ihrem Tornister haben“, sagt Margot Röder, als ihr der Inhalt gezeigt wird.

Die Schüler haben sich eine eige­ne Schreibtafel erstellt und darauf die Sütterlin-Schrift geübt. „Dass das Interesse der Mädchen und Jungen an dieser alten Schrift so groß ist, habe ich zunächst nicht gedacht“, erzählt erstaunt Lehrerin Nussbaumer. „Wer war der Heilige Ludgerus“ fragte Birgitte Schütz- Kelbch ihre Schützlinge. „Der war ein Bischof, hat vielen geholfen, den Ort gegründet und viele Bü­cher über Gott geschrieben und ist oft mit Gänsen abgebildet“ wissen Rahel und Jonatan. „Die eigene Schule ist nach ihm benannt, außerdem gibt es den Ludgerusbrunnen und eine Ludgerusstraße.“ Unterstützt hat der Förderverein der Ludgerusschule dieses Projekt.
„Die Kinder waren restlos begeistert“, freute sich Siebrecht.
Ob daraus mal ein Unterrichtsfach wird?