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Flohmarkt, Umbau und Hilfe an der Ludgerusschule

Werdener Nachrichten 15.März 2013

Marc fand seinen Flieger auf dem Flohmarkt der Ludgerus­schule einfach nur sensationell: Er drückte sein Auge an alle Fenster, hielt ihn über den Kopf, nahm ihn in den Arm und war der beste Pilot aller Zeiten auf dem Schulhof.
In der Schule ist ebenfalls Wechsel angesagt. Das Leh­rerzimmer zog eine Etage tiefer, befindet sich nun gleich hinter dem Eingang zur Linken. Die Kaffeemaschine funktioniert schon, der Kopierer auch, doch zum wohnlich sein fehlt noch etwas mehr. „So sind wir einfach ansprechbarer“, findet das Kollegium, das dem Raumtausch positiv gegenüber steht; Tassenspülen findet derzeit noch im Ganztag-Pavillon statt.

Vor den neuen Lehrerräumen wurde fleißig gesammelt; wie auch schon vor Weihnachten, als die Menschen aus dem Asylbewerberheim im Löwental der Schule bereits nahe kam: Sechs Kinder, die dort lebten, wurden eingeschult. Offenbar fehlte das Nötigste, wie die Schulleiterin Lis Vincenz bei ihrem Hausbesuch mit Übersetzerin feststellte. Es seien vor allem Roma und Sinti aus Serbien in dem wenig isolierten Holzcontainer untergebracht. Derzeit leben dort 36 Kinder von klein bis fast volljährig zusammen mit einem Dutzend Erwachsenen. Von der Gardine zu Bettwäsche, Jacken für den Winter, Schuhe, einfaches Spielzeug - es fehlt an allem, selbst an einem Ball. Wer spenden wollte, durfte nach dem Flohmarkt großzügig sein; und die Werdener  Flohmarktverkäufer nahmen die Gelegenheit wahr, Kleidung zu spenden. Die Familien freuten sich in ihrer Übergangszeit in Werden über die Gaben sehr.

Eine bunte Schule hatten die Besucher des Flohmarkts erlebt. Beim „Frühlingsbasteltag“ streiften die Kinder von Angebot zu Angebot und ersannen glitzernde Insekten, Blümchen, Frösche und vieles mehr, um den Frühling zu locken.

Schmetterlinge standen natürlich auch hoch im Kurs. Moritz versuchte, den einen oder anderen Flatterfalter im zweiten Stock zu fangen. „Schulschmuck selbst gemacht“ hieße vor allem, dass die Kinder ihn zu schätzen wissen und deshalb pfleglich mit ihm umgehen, lächeln die Lehrer, froh über den frisch entflammten „Artenschutz“ der Kleinen.