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Ein Wecker in der Schultüte
Die Ludgerusschule feierte den Schulanfang mit den Erstklässlern.
Für die Eltern gab es Sonnenblumen.

WAZ / NRZ 06. September 2013


Nicht der Ernst des Lebens hat begonnen. Nein, die Freude am Lernen, dem Lesen, Schreiben und Rechnen war angesagt und der spannende Moment der ersten Schulstunde. Dazu gab es viel Freude und Heiterkeit auf dem Schulhof der Ludgerusschule an der Kellerstraße - nach dem Einschulungsgottesdienst in der Luciuskirche. Und strahlende Gesichter bei den Erstklässlern, den Müttern, Vätern und Großeltern. Deren einstimmiger Tenor: „Bei unserer Einschulung ging es nicht so fröhlich zu.“

Ein Lied für dasGeburtstagskind Paul

„Alle Kinder lernen lesen, auch alle Indianer und Chinesen …, Hallo Kinder jetzt geht’s los…..“ sangen die Zweitklässler zur Begrüßung der Neuen. Die wurden von Schulleiterin Lis Vincenz unter viel Beifall namentlich aufgerufen, vorgestellt und den Klassen zugeteilt. „Wir singen dem Paul ein Lied“, hieß es für das Geburtstagskind, begleitet von Akkordeonklängen. An die Eltern gerichtet sagte Lis Vincenz: „Wir haben das Glück, dass Sie uns das Wunderbarste, was sie besitzen anvertrauen – ihr Kind. Wir sind hier, um jedes von ihnen zu erkennen und uns täglich neu um ein jedes von ihnen zu bemühen.“ „Liebe Kinder, herzlich willkommen!“, rief sie ihnen zu. „Die ganze Schulgemeinschaft, zu der du nun auch gehörst, ist hier versammelt, um dir zu zeigen, dass wir füreinander da sind. Du wirst neue Freunde finden und viel Freude am Lernen haben – garantiert. Und nun viel Spaß in deiner ersten Unterrichtsstunde.“

Auch die Geschichte von „Frau Kolibri und Frau Eule“ - eine Liebesgeschichte für Kinder und ihre Eltern – erzählte die ideenreiche Schulleiterin, die früher schon einen Zirkus auftreten ließ, in dem die Schüler die Stars in der Manege waren. An einem Stock zeigte sie den Schulanfängern den gemalten Kolibri. Der könne ganz oft mit den Flügeln schlagen, sagte ein ABC-Schütze. Frau Kolibri hatte vergessen, ihrem Kind das Schulfrühstück mitzugeben und war in Zeitnot. „Ich fliege zum Schulhof“, versprach die Eule und fragte: „Aber wie sieht dein Kind aus?“ Frau Kolibri: „Es ist das schönste, klügste und wunderbarste Kind.“ „Tut mir leid“ sagte die Eule am Abend zu Frau Kolibri: „Ich habe mir alle Kinder angeschaut, aber das wunderbarste war meines.“

Jasper und Silke Riemsloh, die die Einschulung „aufregend“ finden, haben ihrer Clara kleine Büchlein, Süßigkeiten, Glitzerstifte und einen Wecker – zum pünktlichen Aufstehen – in die Schultüte gegeben. Großvater Gregor, 74: „Leider ist die schöne Kindergartenzeit vorbei, aber ich freue mich, dass Clara so schnell groß geworden ist.“

„Herzlich willkommen ihr Leute, in der Schule zum Zeichnen, Turnen und Malen begrüßen wir euch heute…“ war noch eines der von den Ludgerusschülern gesungen Begrüßungsliedern.

Alle Teilnehmer am Schulstart standen im Halbkreis um Lis Vincenz. „Euphorisch bin ich“, sagte Michael Smolny, 41, und seine Frau Sigrun: „Mein Mann ist hier auch schon zur Schule gegangen.

Finjus heißt der sechsjährige Sprössling, dessen Name auf der blauen Schultüte steht. „Einiges, was da drinnen ist, haben wir selber gebastelt“ erzählen sie den stolzen Großeltern Egon und Brunhilde Smolny. Spielzeug, Lineal und Schokolade seien auch dabei. Als die I-Dötzchen ihre erste Schulstunde haben, sind die Eltern und Verwandten draußen auf dem Schulgelände und haben Gelegenheit, Lis Vincenz und ihrer Stellvertreterin Fragen zu stellen.

Zur Begrüßung werden ihnen Sonnenblumen überreicht.

Dazu gibt es Kaffee und Waffeln - das wird organisiert und finanziert vom Förderverein der Ludgerusschule unter der Leitung von Judith Spliessgardt.

Harald Gedenk