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Hochbegabtenförderung

“Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage und seine Herkunft und sein Geschlecht ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung …“ § 1 Schulgesetz NRW

Ziel unseres Unterrichts ist es daher, jedem Kind, gemessen an seinen Lernvoraussetzungen, einen Lernzuwachs zu ermöglichen und damit auch für leistungsstarke Kinder die Herausforderung und Freude am Lernen zu erhalten.

Was ist Hochbegabung?
Wir sprechen von einem besonders begabten Kind, wenn es über einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Bereich besondere Fähigkeiten zeigt.
Rund 2% der deutschen Bevölkerung gelten als „hochbegabt“. Alle schulpflichtigen Kinder betrachtet, beträgt der statistische Anteil hochbegabter Kinder etwas 3%. Dies bedeutet wiederum, rein statistisch gesehen, dass mindestens ein hochbegabtes Kind in jeder Klasse sein müsste.
Begabung ist ein Potential, das zu hohen Leistungen führen kann. Ein Umfeld, das reichlich Anregungen und Lernmöglichkeiten (Förderung) bietet, ist daher ausschlaggebend für die Entwicklung der Begabung sowie einer von innen kommenden Motivation, von Neugierde, eigenen Interessen, Ausdauer und Liebe zum Lernen.
All das sind Voraussetzungen für die Umsetzung von  Begabungen in herausragende Leistungen. Hohe Werte im Intelligenztest sind ein Hinweis auf eine hohe intellektuelle Begabung, jedoch keine Garantie für Erfolg in der Schule. Im schulischen Alltag können Kinder ihre intellektuelle Unterforderung in Verbindung mit sozialen und emotionalen Defiziten durch Auffälligkeiten im Verhaltens Bereich zu kompensieren versuchen.

Begabte Kinder fordern somit ein besonderes Engagement von Seiten der Eltern und von Seiten der Schule. Diese Schüler brauchen – wie alle Kinder – unsere Zuwendung und unser Verständnis, sie benötigen Anerkennung und Unterstützung.

Unserem Begabungsbegriff liegen folgende begabungsstützende allgemeine Persönlichkeitseigenschaften zugrunde:

  • hohe geistige Aktivität
  • Intellektuelle Neugier
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Beharrlichkeit
  • Freude am Problemlösen
  • hohe Anstrengungsbereitschaft und Leistungsmotivation
  • differenzierter Wortschatz
  • hohes Autonomiebewusstsein
  • hohes Maß an Selbstständigkeit
  • Flexibilität bei Situationsveränderungen

Allgemeine und fächerübergreifende Förderziele
Da das Begabungsfeld und –potential sehr individuell ausfällt, lassen sich hier nur allgemeine Förderziele benennen, die den entsprechenden Kindern zugeordnet werden und im Speziellen auf der Basis der individuellen Begabungsvielfalt verfeinert bzw. ergänzt werden. Wir richten den Blick weiterhin auch über fachliche Aspekte hinaus auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, um ggf. auch soziale Fähigkeiten zu stärken.

Allgemeine Förderziele:

  • Vermittlung von Problemlösestrategien
  • Förderung logischen Denkens
  • Förderung des Argumentierens und Begründens
  • Förderung des Abstrahierens und Erkennens von Strukturen
  • Einsatz von heuristischen Hilfsmitteln (Tabellen, Skizzen, ...)
  • Erweiterung des Methodenrepertoires bzgl. der Informationsbeschaffung, -darstellung und -präsentation (Lernstrategien und Arbeitstechniken)
  • Förderung der Sozialkompetenz (Schwerpunkt Kooperation und Kommunikation)

Fördermaßnahmen an der Ludgerusschule

  • Vorzeitige Einschulung
  • Überspringen von Klassen
  • Vorzeitiger Wechsel zur weiterführenden Schule
  • Enge Vernetzung mit außerschulischen Bildungsangeboten (Kinder-Uni, …)
  • Teilnahme an Wettbewerben mit begleitender Vorbereitung (Lesewettbewerbe, Mathematikwettbewerbe, …)
  • Projektarbeit
  • Freie Arbeit
  • Wochenplan-Arbeit
    • eigenes Lerntempo, individuelle Lernstrategien, Akzeptanz ungewöhnlicher Lösungen, Anreize => kognitive Fähigkeiten auf hohem Niveau fördern
    • Fragen stellen dürfen
    • Sozialkompetenz entwickeln, eigene Rolle in der Gesellschaft reflektieren
  • Intensive Beratungsgespräche mit Eltern

Das Förderprinzip Enrichment

Zur Entwicklung stabiler sozialer Kontakte halten wir die Integration in eine feste sozialen Gruppe für grundlegend. Das bedeutet, begabte Kinder sollten in ihrer Klasse gefördert werden, um

  • einerseits wichtige herausfordernde Lernumgebungen anzubieten, aber zugleich auch Zuwendung und Anerkennung durch andere zu ermöglichen
  • gezielt den jeweiligen Begabungsbereich fördern zu können und unvorteilhaftes Überspringen zu vermeiden, da sich die Begabung eines Kindes oft nicht auf alle Unterrichtsfächer bezieht.
  • zu vermeiden, dass die ohnehin schon vorhandene Schieflage zwischen der vorauseilenden intellektuellen Entwicklung und der hinterherhinkenden sozialen Kompetenz sich vergrößert und damit dem
  • dem Fehlen sozialer Kontakte vorzubeugen und dessen Aufbau zu unterstützen.