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Verkehrsproblem vor Werdener Schule spielerisch lösen
Ludgerusschule nimmt an der Aktion „Zu Fuß zur Schule“ teil. Die Schulleiterin möchte damit der angespannten Situation auf der Kellerstraße entgegenwirken.

WAZ / NRZ
29.09.2016
von Anja Schindler



Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Ludgerusschule haben schon reichlich Fußstempel auf Ihrem Plakat gesammelt
Foto: Stefan Arend

Die Verkehrssituation vor der Ludgerusschule in der Kellerstraße stellt die Schule, aber auch die Anwohner schon seit Jahren vor ein Verkehrsproblem. Der Grund: Eltern fahren mit ihren Autos bis vor die Schule, um ihre Kinder dort abzusetzen. Dabei versperren sie nicht nur die enge Straße, sondern auch die Sicht auf den Zebrastreifen. Damit soll jetzt Schluss sein, findet auch Schulleiterin Lis Vincenz: „Die Situation hier muss sich verbessern, auch weil sich Anwohnerbeschwerden häufen.“ Ihre Idee: Das Problem spielerisch lösen. Beim Verkehrsclub Deutschland fand sie dann eine geeignete Möglichkeit, um dem Problem entgegenzuwirken. „Um die Verkehrssituation vor der Ludgerusschule zu entspannen, haben wir uns entschieden, an der Aktionswoche ‘Zu Fuß zur Schule‘  teilzunehmen“, berichtet sie. Diese startete bereits am Montag, 26. September, und geht noch bis Freitag, 30. September.



Hinter der Aktion steckt folgendes: Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr direkt mit dem Auto vor der Schule absetzen, sondern Parkplätze in der näheren Umgebung ansteuern und ihr Kind dort verabschieden (kiss) und sie die restlichen Meter laufen lassen (go).

Bei den Eltern regt die Aktion der Ludgerusschule zum Nachdenken an. „Die Verkehrssituation hat sich seit Anfang der Woche sehr entspannt“, freut sich Vincenz. „Die Eltern sind kooperativ und machen gut mit. Wenn ich morgens hier ankomme, ist es vor der Schule so leer wie nie zuvor.“

Damit es auch so bleibt, will die Schule auf Nachhaltigkeit setzen. „Im Februar wird es bei uns wieder eine ähnliche Aktion geben“, berichtet die Schulleiterin.

1000 Stempel sind das Spiel
Nicht nur Lehrer und Eltern, auch die Schülerinnen und Schüler aller Klassen nehmen voll motiviert an der Aktionswoche teil. Für jeden Schulweg – ob kurz oder lang – sammeln sie Füße in Form eines Stempels auf einem Klassenplakat. Am Ende der Woche werden alle Fußstempel zusammengezählt. „Unser Ziel bei 208 Schulkindern sind 1000 Stempel“, berichtet Vincenz. Stand Mittwoch sind es 600.

Die Aktion „Kiss and go“ wird vom VCD Kreisverband, der örtlichen Polizei, dem Amt für Verkehrssicherheit und dem Ordnungsamt der Stadt Essen unterstützt. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, merkt die Schulleiterin an. „Jeden morgen ist die Polizei vor der Ludgerusschule im Einsatz.“ Winfried Bitzer von der Beziksdienststelle Essen-Werden ist einer von ihnen. Der Polizist ist von der Aktionswoche ebenfalls positiv überrascht: „Ich habe die Kellerstraße seit Montag im Auge. Die Verkehrssituation hat sich verbessert, doch optimal ist sie noch nicht.“ Den ein oder anderen Autofahrer habe er trotzdem ermahnen müssen und auf die Situation aufmerksam gemacht. Zum größten Teil seien diese aber sehr einsichtig gewesen.

Auch das Ordnungsamt sei präsent und achte besonders auf falschparkende Autos. „Eine Zwischenbilanz über abgeschleppte Autos und Knöllchen, die im Zusammenhang mit der Aktion stehen, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht“, teilte die Stadt mit. Zum Ende der Woche solle es aber eine Auswertung geben.

Anja Schindler