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Ludgerusschüler gehen zu Fuß
Grundschule nimmt zum zweiten Mal an Aktion zur Verkehrserziehung teil

Werdener Nachrichten
10.März. 2017

Text und Fotos: Gordon. K. Strahl

Die Verkehrssituation an der Ludgerusschule ist nicht einfach: Parkende Autos machen Kindern das Überquren der Straße schwer. „Viele Anwohner und Durchfahrende halten sich auch nicht ans Tempolimit“, bedauert Rektorin Lis Vincenz zudem. Für Entspannung am Schultor hat indes die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ gesorgt, an der die Ludgerusschule jetzt zum zweiten Mal teilgenommen hat.

An vielen Schulen haben sich die zahlreichen Eltern, die ihre Kinder mit den Autos zur Schule fahren, zum Ärgernis entwickelt: Rückstaus bilden sich, weil jeder sein Kind möglichst nah an den Eingang bringen will. Die Verkehrssituation wird so unübersichtlich und gefährdet sogar Kinder, die über die Straße laufen möchten.
Um bei solcherlei Szenarien Abhilfe zu schaffen, hat sich die Ludgerusschule bereits im September vergangenen Jahres an der Aktion „Zu Fuß zur Schule“ des Verkehrsclub Deutschland beteiligt. Dieser hat die Aktionstage deutschlandweit bereits zum zehnten Mal durchgeführt:            
Rund 85 000 Kinder aus 3000 Schulklassen nahmen 2016 teil - darunter auch die Schüler der Ludgerusschule.
„Die Eltern haben sich zumeist sehr kooperativ gezeigt und haben versucht, ihren Kindern einen Schulweg zu Fuß zu ermöglichen“, so Vincenz. Da wurden Laufgemeinschaften gebildet, damit Kinder den Schulweg zusammen bewältigen können. Eltern, die weiter weg wohnen und deshalb nicht ganz aufs Auto verzichten mochten, haben Parkzonen außerhalb des Schulbereichs aufgesucht, von denen aus die Kinder dann laufen konnten.

Der Erfolg hat Vincenz und das Kollegium motiviert, die Aktion wieder aufleben zu lassen. Erneut haben die Schüler der einzelnen Klasse Stempel gesammelt: Für jedes Kind, das an einem Tag den Schulweg zu Fuß zurücklegt, gab es einen kleinen Fußabdruck. Bei der Premiere im vergangenen Jahr haben die Klassen noch im Wettbewerb untereinander die Zahl der Stempel verglichen. Diesmal habe man bewusst auf den Wettbewerbscharakter verzichtet: „Das Spiel und der Spaß am Laufen ist Motivation genug“, sagt Vincenz, die es für wichtig hält, dass Kinder früh genug lernen, selbstständig zur Schule zu gehen: „Es ist gesund, an der frischen Luft zu laufen. Dazu kommt der soziale Aspekt, denn man trifft sich mit Freunden und Klassenkameraden.“ Zudem sei es ein wichtiger Aspekt der Verkehrserziehung, durch den Kinder das richtige Benehmen im Straßenverkehr erlernen. Dass die Aktion, die nun regelmäßig wiederholt werden soll, bei den Eltern so gut angekommen ist, freut Vincenz - besonders, da es für Familien, die weiter weg wohnen, gar nicht so einfach sei, vernünftige Alternativen zum Auto aufzumachen.

Ein Ärgernis seien etwa die Busverbindungen: „Die Busse, die so fahren, dass die Kinder damit frühzeitig zur Schule kommen, sind dermaßen überfüllt, dass es den kleineren Kindern nicht zuzumuten ist, damit zu fahren“, weiß Vincenz. Gespräche mit der Evag hätten diesbezüglich keine Besserung gebracht - dabei sei es aus Sicht der Schule dringend geboten, dass zu den Stoßzeiten mehr Fahrzeuge eingesetzt werden, zum Beispiel auch auf der Linie 190, die viele Kinder von der Ruhrtalstraße kommend nutzen.