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Wenn beide Seiten lernen
Schüler des Werdener Gymnasiums experimentieren gemeinsam mit Grundschülern

NRZ / WAZ 05. Dezember 2012


Leni (7) beugt sich ganz konzentriert über einen der Gruppentische in einem Klassenraum der Ludgerusschule. Während die Grundschülerin einen Holzwürfel vorsichtig in einen Wasserbecher taucht, zeichnet sie den Wasserstand am Behälter an. Das Ganze macht sie drei Mal. „Alle Würfel sind gleich groß, aber zwei sind aus Holz und einer ist aus Stein“, erklärt sie. Ihre drei Striche am Becher sind schließlich ungefähr auf derselben Höhe. Sie hat gerade gelernt: Für die Wasserverdrängung ist die Größe eines Gegenstands entscheidend und nicht das Gewicht.

Mit Leni und einigen ihrer Klassenkameraden am Tisch sitzen Jonas, Fabian und Robin. Die drei sind Oberstufenschüler des Werdener Gymnasiums und experimentieren mit Zweitklässlern im Rahmen des MINT-Botschafter-Projekts zum Thema Wasser. Geduldig erklären die älteren Schüler den Jüngeren, wie ein Versuch aufgebaut wird und überlegen mit ihnen zusammen, was das Ergebnis bedeuten könnte.

Das MINT-Netzwerk Essen bringt Gymnasien und Grundschulen für Experimentiertage zusammen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Das Projekt soll die Grundschüler früh an Naturwissenschaften heranführen und den Spaß am Forschen wecken“, sagt Chemielehrer Marcus Kolmen vom Werdener Gymnasium.

18 Gymnasiasten der Jahrgangsstufen zehn bis 13 hatten sich bereit erklärt, die kleinen Forscher der Ludgerus-Grundschule zu betreuen. Die Oberstufenschüler hatten Experimentierkästen mitgebracht und mehrere Stationen aufgebaut an denen die Zweitklässler sich austoben konnten.

Lisa und Anastasia experimentierten mit den Grundschülem mit Hilfe von Steinen und Wasserbechern: „Je größer der Stein, umso höher steigt das Wasser“, schreibt Fynn (7) anschließend auf sein Arbeitsblatt. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder selbst auf die Ergebnisse kommen“, meint Lisä: „Das ist jedes Mal ein Erfolgserlebnis.“

Am Nebentisch sollen die Zweitklässler zuerst Vermutungen anstellen, welche Gegenstände schwimmen und welche sinken. Dann lassen sie Holzstücke, Styropor und Stecknadeln in ein Wasserbecken fallen, jede richtige Vermutung wird mit lauten Jubelnden gefeiert, die Ergebnisse auf Afbeitsblättem eingetragen. „Das Projekt ist eine Herausforderung für die Kinder, denn Philipp (Klasse 2) und Marc (Klasse 12} experimentieren gemeinsam.
Von Inga Pöting