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Spannende Reise in die Vergangenheit
Ludgerusschule mit Begegnungen - auch mit Einstein und Monet

Werdener Nachrichten 31. Oktober 2014
Text unf Fotos Buchholz


Silke Hagenhoff wusste den Kindern jene Kunst zu vermitteln, die genau zur Gründungszeit der Ludgerusschule gerade in Europa
aufkam, den Expressionismus. Die weniger exakt abbildenden Künstler sprachen mit ihren Bildern spürbar die Kinder und ihre
Phantasie an, wenn da ein gelber Elefant im Bild rannte.


Der Gegenbesuch der Senioren zu Kaffee und Musik war einer der Höhepunkte des Projekttages. Gaby Zimmermann und Alexandra Paul
zeigten Josefa Schuy unter anderem Einträge ihres Mannes, der hier Rektor war.

Es ist ein Moment, auf den sich auch die Lehrerinnen und Betreuerinnen am letzten Tag der Projektwoche gefreut haben: Der Gegenbesuch der Senioren-Gruppe aus der Stiftung Ludgeri. Unter den Gästen ist Josefa Schuy, Witwe des ehemaligen Leiters der Ludgerusschule, Hans Schuy. Die Schule an der Kellerstraße feiert in diesem Jahr das einhundertjährige Bestehen.

Nach einem großen Fest setzte die Projektwoche weitere Akzente und knüpfte auch an das Fest an. Denn während damals Schüler, Eltern, Ehemalige und Senioren zusammen tanzten, gab es in dieser Woche gegenseitige Besuche. Aber das war bei weitem nicht das Einzige, was die Mädchen und Jungen in altersgemischten Gruppen angepackt haben beim Blick zurück, der sichtbar begeisterte.

Da gab es höchst originelle und auch ambitionierte Projekte: Im Pavillon setzte sich eine Gruppe mit Einstein auseinander; Motto: „Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.

Um das Schauen ging es bei dem Thema „Blaue Reiter“. Es war faszinierend, mit zu erleben, wie locker und klar sich die Lehrerin dem Thema Expressionismus näherte. Hilf- reich war sicher, wie viel Kraft und Freude in dieser Malrevolution vor 100 Jahren steckt.

Ebenso alt wie die Ludgerusschule ist auch das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“, das nicht nur gespielt wurde, sondern auch mit einfachen Mitteln nachgebaut.

Weiter zurück in der Zeit ging die Gruppe auf den Spuren des Ludgerus. Uralt ist Schach, aber immer noch faszinierend, neben dem ganz Großen und normalen Feldern gab es auch ein Quadro-Schach, und der Denksport von einem Großmeister vermittelt.

Wie kochte man früher, wie spielte man einst und wie ging der Musikunterricht, als es keine CD gab, oder nicht einmal irgendwelche Aufnahmen auf Band oder Platte.

Wie alt ist man eigentlich als Reporter, wenn einem das Turnen wie zu Zeiten Turnvater Jahns so vertraut vorkommt? Jedenfalls gab es in den Siebzigern Feldaufschwung noch, und wie Tarzan von einem Kasten zum anderen schwingen, das hätte man gern gemacht.

Aber die Mädchen und Jungen hatten auch Spaß daran, Geschichten zu erzählen und mit alten Materialien nach zu gestalten. Als Geschichten noch in Sütterlin aufgeschrieben wurden, wurde die Schule an der damaligen Kölner Straße gebaut.

Soweit zurück konnten sich die Senioren nicht erinnern, die bei Apfelkuchen für die Älteren und Amerikanern für die Schüler gemeinsam einen Morgen verbrachten, sie sangen begleitet von Markus Boegershausen an der Gitarre, und ihre Gäste sangen schnell mit: Das waren eben Zeiten, in denen noch mehr gesungen wurde. Da Hausmeister Jansen sogar die Schulchronik gefunden hat, konnte die Gruppe gemeinsam zurück blicken in eine Zeit, als noch alles penibel notiert wurde. G.B.


Turnen wie damals vermittelte der Spaortbund.

Mit Brigitta Schütz-Kelch ging es auf die Spuren von Ludgerus.

Mit Sebastian Siebrecht wurde das Schachspiel erforscht - in allen Größen.