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Wichtig ist auch das Woher
Ludgerusschüler machten in dieser Woche beim WDR-Kinderradio mit

Werdener Nachrichten 22.April 2016

"Radio ist Hören ohne wasw zu sehen". Nach dieser klugen Antwort der Ludgerusschüler hatte Christina Dannhausen (links) vom WDR Kinderradio-Kanal (KiRaKa) gleich ein Spiel auf Lager, bei dem der Übertragungswagen des Radios zum fliegenden Schiff wurde, das ein Raketenauto zum Fußballplatz im Löwental schiebt und auf der Tribüne landet. Wer braucht da noch Fernsehen!
Aufn. Buchholz


Dorothee Klee und Sebastian Trepper vom WDR ließen die Kinder noch diskutieren, welche Themen in die
Nachrichten kommen.
Aufn. Buchholz

Das Schiff hebt ab, kraftvoll in die Luft gezogen von einem Raketenauto, um auf der Tribüne des Fußballplatzes im Löwental zu landen und vor dort aus geht eine Radio-Reportage des Spiels in die Welt.

Möglich gemacht hat dieses Gedanken-Abenteuer Leo. Der Viertklässler ist ein großer Fan des WDR-Kinder-Radio-Kanals (KiRaKa): „Mindestens dreimal am Tag höre ich den.“

In dieser Woche schaltete seine ganze Klasse 4 der Lud-gerusschule sehr oft ein; die Eltern und Großeltern auch; denn die Mädchen und Jungen der Grundschule an der Kellerstraße gestalteten das Programm mit.

Heute fährt sogar ein Team aus der Klasse nach Köln, um live im Studio knifflige Fragen zu beantworten, und ihre Mitschüler sitzen in Gruppen in Werden mit PC und Büchern am Telefon, um als Joker helfen zu können.

Mit Begeisterung sind am vergangenen Mittwochmorgen alle in der Klasse dabei und freuen sich, dass Leo ihre Lehrerin Monika Oesterwind gefragt hat, ob sie beim KiRaKa die Klasse anmeldet.

Christina Dannhausen vom KiRaKa lässt die Schüler zunächst einmal dem Gast von der Heimatzeitung erläutern, was sie schon alles für das Radio gemacht haben. Anna: „Wir haben schon Fragebogen erläutert. Wir durften Musik aussuchen, die dort gespielt wird; und Teekesselchen vorbereiten.“ Zudem haben sie eine Reportage gemacht.

An diesem Morgen geht es um die Nachrichten des Tages, die von sechs Mädchen und Jungen der Klasse für die Sendung um 16 Uhr gesprochen und aufgenommen werden; in Werden, aber dann werden sie nach Köln und von dort nach in der Redaktionskonferenz mit den Füßen abstimmen, aber auch Nordrhein-Westfalen hinaus gesendet.

Es fasziniert, auch als Erwachsener zu erleben, wie die Radio-Redakteurin die Kinder in die Welt der Nachrichten im Radio einführt: Aus dem vermeintlichen Nachteil, „man sieht keine Bilder beim Radio“ entwickelt sie jene Gedankenreise zum Sportplatz im Löwental. „Nein, eine pädagogische Ausbildung habe sie nicht“, versichert sie später dem Redakteur.

Die Klasse hängt an ihren Lippen: Ob es denn gestern wichtige Sportmeldungen gab? Mike weiß es: „Der Sieg von Bayern im Pokal gegen Bremen.“ Da sei ja auch heute etwas denkbar, sagt Christina
Dannhausen; und es schnellen die Arme hoch: Berlin gegen Dortmund.

Für eine Nachricht müsse man aber zunächst die Fragen beantworten, die alle mit dem gleichen Buchstaben beginnen. Die Mädchen und Jungen kennen alle die sieben W-Fra-gen, bekommen sie auch schnell zusammen; wobei das „woher“ erwartungsgemäß als Letztes kommt. Aber die Quelle sei wichtig, betont die Redakteurin und spielt es überraschend mit der Meldung des Kaffeemühlendiebstahls von Räuber Flotzenplotz noch einmal durch.

Damit kommt die Stunde von Sebastian Trepper und Dorothee Klee. Die beiden vom KiRaKa haben inzwischen die Nachrichten des Tages aus dem Internet gelesen und für die fünf Nachrichten, die von den Werdener Kindern gesprochen werden, je zwei Meldungen aus ähnlichen Themenfeldern herausgesucht. Wie sie dann eine Redaktionskonferenz mit ihren Diskussionen und der demokratischen Entscheidung spielend umsetzen, das verblüfft: Die Schüler stellen sich wahrlich auf eine Seite und versuchen die anderen zu überzeugen, die das mit einem Wechsel der Seite bekunden. Abzählen fertig. So gewinnt der Fußball gegen die Eishockey-Endrunde, die Pressefreiheit als Thema gegen die Kenia-Koalition.
Bei den Themen Lehrermangel gegen Handyverbot an Schulen gibt es übrigens die größten Wechsel durch Argumente.

Nun gilt es, die Texte auszuarbeiten; von Kindern für Kinder. Und das große Mikrofon wartet schon auf die Sprecher Hüseyin Kilic, Jan Oldip, Greta Kersten, Anton Brus, Paul Bredenbröcker und Tatiana Leonhardt.

Um 16 Uhr werden sie den jungen Flörem des KiRaKa erläutern, warum Mäuse es im Labor gern warm haben, wie Bayern gespielt hat und Dortmund spielen soll, und warum die Pressefreiheit in der Türkei jetzt ein so großes Thema ist.